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Terminaviso: 67. Internationale Gedenkfeier
SAMSTAG, 12. Mai 2012 um 10 Uhr 30
Enthüllung des neuen Denkmals für alle Opfer des KZ Ebensee durch Nationalratspräsidentin Mag. Barbara Prammer
Vortragsreihe "NS-Täterforschung und Täterbiographien"VORTRAG 3: "Ich war mit Freuden dabei!" - KZ-Arzt Sigbert Ramsauer 15.02.2012 um 19 Uhr im ZME
Anhand der Biographie von Sigbert Ramsauer, SS-Arzt am Loiblpass, spiegelt sich eine zutiefst österreichische Geschichte wider: Sie manifestiert sich im Umgang mit NS-Tätern und ihren Opfern, im umfassenden Be- und Verschweigen, in der breiten gesellschaftlichen Hilfe für Kriegsverbrecher und letztlich auch in der zögerlichen strafrechtlichen Verfolgung.
Referentin: Dr. Lisa Rettl (Historikerin)
Wir trauern um Hans Marsalek (geb. 1914), langjähriger Obmann der Lagergemeinschaft Mauthausen und des Internationalen Komitees Mauthausen
In der Nacht vom 8. auf den 9. Dez. 2011 ist Hans Marsalek im 97. Lebensjahr in Wien verstorben. Wie kein anderer Überlebender hat er die KZ-Gedenkstätten in Mauthausen und der Außenlager geprägt. Der Aufbau der Gedenkstätte mit einer ersten Dauerausstellung, die historische Aufarbeitung der Geschichte des KZ-Lagers, die Vermittlung an junge Menschen als Zeitzeuge und die Interessensvertretung der ehemaligen Häftlinge in internationalen und nationalen Verbänden geht auf seine unermüdliche Tätigkeit und Initiative zurück. Wir werden Hans Marsalek in ehrender Erinnerung behalten.
Jerzy Michnol in Kattowitz verstorben (1926-2011)
Jurek Michnol wurde 1943 in das KZ Auschwitz, in der Folge nach Mauthausen, Melk und Ebensee deportiert. Im Mai 1945 erlebte er ebenso wie seine Schwester Steffi, die im Frauenlager Lenzing inhaftiert war die Befreiung. Jahr für Jahr besuchte er die Gedenkfeiern in Mauthausen und Ebensee und wurde uns ein guter Freund. Am 9. Dezember 2011 ist Jurek im Alter von 85 Jahren in seiner Heimatstadt Kattowitz verstorben.
Denkmalprojekt am KZ-Opferfriedhof Ebensee
In der KZ-Gedenkstätte Ebensee wird seit April 2011 ein Mahnmal errichtet, das der Individualität der Opfer zu entsprechen versucht. Wesentlichstes Element des Mahnmals sind die Namen aller bekannten Opfer. Rund 8.400 Namen werden lesbar und dauerhaft witterungsbeständig am Mahnmal integriert sein. Somit ist erstmals in Österreich in einer KZ-Gedenkstätte individuelles Gedenken für Angehörige der Opfer in dieser Dimension möglich. Aus einem geladenen Wettbewerb ging der Projektentwurf von Arch. Dipl.Ing. Kurt Ellmauer als von der Jury empfohlenes Projekt hervor. 156 Glastafeln mit jeweils 56 Namen stehen aufgefaltet auf der NW-Begrenzungsmauer des KZ-Opferfriedhofes und bilden einen plastischen Raumabschluss zur gesamten Gedenkanlage. Die Beschriftung der Glastafeln erfolgt durch Lasertechnik.
Rund 80 % der Projektkosten (rund € 100.000) werden vom Nationalfonds und vom Zukunftsfonds der Republik Österreich übernommen. Zur Ausfinanzierung des Mahnmalprojekts wurden rund € 20.000 durch Sponsoring und Spenden aufgebracht. Das Denkmalprojekt wurde unterstützt von: Miba AG, Gmundner Zement, SPÖ Bildung, Arbeiterkammer, Wirtschaftskammer, Solvay Österreich, Siemens AG Österreich, Asamer Holding AG, Dr. Christian Rainer, Salinen Austria AG und Österreichische Nationalbank.
Spendenkonto: Oberbank BLZ: 15061 Kontonummer: 181005745
Modellansichten des Projektentwurfes von Dipl. Ing. Kurt Ellmauer
Denkmal fertiggestellt
Die restaurierungsbedürftige nordwestliche Begrenzungsmauer aus Bruchstein wurde in einem ersten Schritt abgetragen und eine Betonmauer errichtet, die der Edelstahlkonstruktion als Unterbau dient. Eine eigene Hilfskonstruktion wurde angefertigt, um die Edelstahlrohre beim Einbetonieren im richtigen Winkel in der Mauer zu verankern. Anfang Juni war es schließlich so weit und die Edelstahlrohre wurden in der Betonmauer befestigt. In der Folge wurden verschiedenfärbige Glastafeln laserbeschriftet und bei unterschiedlichen Witterungsbedingungen und Lichtverhältnissen geprüft. Die Auswahl fiel nahezu einhellig auf ungefärbtes Glas (Fotos ganz unten). Weiters wurde eine Entscheidung für einen Schrifttyp getroffen. Am 8. September konnte der Auftrag für die Laserbeschriftung von 156 Glastafeln mit 8.412 Namen von Opfern des KZ Ebensee gegeben werden.
Das Denkmal konnte am 16. November 2011 inklusive einer erklärenden Zusatztafel fertiggestellt werden. Am 12. Mai 2012 wird es im Rahmen der Internationalen Gedenkfeier enthüllt.
Ausführende Firmen:
Metall & Form - Martin Fussenegger (Hörbranz, Vorarlberg) www.metall-form.at
Lascript, Laser- & Klebetechnologie GMBH & CoKG (Hörbranz, Vorarlberg) www.laserbeschriftung.at
Bildungszentrum Salzkammergut (Ebensee) www.bildungszentrum-skgt.at
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| Zuletzt aktualisiert ( TUESDAY, 31 JANUARY 2012 08:43 ) |