Einführungsfilm

Einführungsfilm Kopie.jpg

betrifft Widerstand

cover_121.jpg

Prato-Ebensee

castellani2000 Kopie.jpg
PDF Drucken E-Mail



Generalversammlung des Vereins "Zeitgeschichte Museum und KZ-Gedenkstätte Ebensee"


 

12. Oktober, 19:00 Uhr im Zeitgeschichte Musuem Ebensee

 

Tagesordnung:

1. Begrüßung durch die Vorsitzende

2. Bericht der Geschäftsführung

3. Bericht der Kassierin

4. Bericht der Kassaprüfung

5. Neuwahl des Vereinsvorstandes

6. Allfälliges

 

Anträge zur Änderung der Tagesordnung bzw. des Wahlvorschlages sind rechtzeitig, spätestens bis eine Stunde vor Sitzungsbeginn bei der Geschäftsführung einzubringen.

 

Veranstaltungen Herbst 2016


 

Vortragsreihe: "SS in Mauthausen/Gusen und Nebenlagern. Überblick und ausgewählte Biografien"

 

 

Vortrag 1: Die "Lager-SS in Mauthausen": Rekrutierung, Sozialstruktur, Lebens-und Arbeitsalltag

 

Christian Rabl skizziert, wie sich die Struktur der Bewachungsmannschaften im Mauthausen-Komplex darstellte, aus welchen Personengruppen sie sich zusammensetzte und sich im Laufe des Lagerbestehens veränderte. Überdies wird die Sozialstruktur und der Lebens- und Arbeitsalltag näher beleuchtet. Dabei geht es vor allem um die Frage, auf welchen Ebenen es Berührungspunkte zwischen SS-Bewachern und lokaler Bevölkerung gab.

 

Referent: Mag. Christian Rabl, Institut für Zeitgeschichte Wien

5. Oktober 2016, 19 Uhr, Zeitgeschichte Museum Ebensee

 

Herbstprogramm 2016 .pdf

 

 

 

Buchvorstellung des Zeitzeugen und Ebensee-Überlebenden Heinz Kounio


 

"Ein Liter Suppe und 60 Gramm Brot. Das Tagebuch des Gefangenen 109565"

 

Heinz Kounio wurde in Ebensee befreit und ist einer der wenigen griechischen Holocaust-Überlebenden aus Thessaloniki. Seine Erinnerungen verarbeitete Kounio autobiografisch. Die 1981 erstmals erschienene Ausgabe seiner Autobiografie erlebt in Griechenland gerade ihre dritte Auflage und wurde bereits auf Englisch veröffentlicht. Jetzt wurde sein Werk auch ins Deutsche übersetzt und er stellt sein Buch persönlich im Zeitgeschichte Museum vor.

 

10. November 2016, 19:00 Uhr,  Zeitgeschichte Museum Ebensee

 

 

 



In memoriam Ladislaus Zuk  1919-2016


 

Ladislaus Zuk, Überlebender des KZ Ebensee, Zeitzeuge, langjähriger Freund und Mitarbeiter der KZ Gedenkstätte ist am 12. August im 97. Lebensjahr in Polen verstorben.

Sein großer Wunsch, 100 Jahre alt zu werden, erfüllte sich leider nicht.

Mit Ladi verlieren wir eine wertvolle Persönlichkeit und einen guten Freund.

 

Am 18. August 2016 fand sein Begräbnis in Polen statt. Langjährige Freunde, Bekannte und die Familie nahmen genau zur selben Zeit in der KZ-Gedenkstätte Ebensee von Ladi Abschied.

 

Ladislaus Zuk wurde am 7. Oktober 1919 in Warschau als ältestes von fünf Kindern der Familie geboren. Im September 1939, unmittelbar nach dem Angriff auf Warschau, wurde Zuks Vater beim Bombardement von Industrieanlagen getötet. Zuk schloss sich in der Folge einer Gruppe von Jugendlichen an, die Sabotageakte gegen die Deutsche Wehrmacht verübte. Obwohl er selbst an keinen Aktionen beteiligt war, wurde er im April 1940 von der Gestapo verhaftet und für drei Jahre im Pawiak-Gefängnis inhaftiert. Ende November 1940 wurde er mit einem Häftlingstransport aus Warschau in das KZ Auschwitz deportiert, wo er in Birkenau beim Barackenbau arbeiten musste. Nach rund dreieinhalb Monaten brachte ihn ein Häftlingstransport in das KZ Mauthausen, wo er die Häftlingsnummer 52099 erhielt. Eine Woche blieben die Häftlinge in „Quarantäne“, dann erfolgte der Weitertransport in die Außenkommandos. Am 18. Februar 1944 kam Ladislaus Zuk nach Ebensee, wo er anfangs beim Lageraufbau und anschließend in den Stollen arbeiten musste. Am 6. Mai wurde er von den US-Einheiten befreit, erwog nur noch 39 Kilo und es begann sein "Leben nach dem Überleben".

Zwei Tage nach der Befreiung fand Ladislaus Zuk Aufnahme bei der Familie Obermayr in Ebensee. Dort lernte er auch seine spätere Frau kennen, die er zu Ostern 1946 heiratete. In dieser Zeit erfuhr er auch, dass seine Mutter im KZ Auschwitz ums Leben gekommen war. In den Folgejahren konnte Zuk in Ebensee Fuß fassen, er erhielt Arbeit in der Bäckerei Ganglmaier, anschließend

war er bei den Firmen Maculan und EMA in Altmünster beruflich tätig. Er erlernte im Laufe der Zeit die deutsche Sprache und gründete mit seiner Gattin eine Familie. Er fand in Ebensee seine "zweite Heimat", obwohl seinem Schicksal lange Zeit kein Interesse entgegen gebracht wurde.

Mit der Gründung des „Widerstandsmuseum“ (jetzt Zeitgeschichte Museum Ebensee) 1988 veränderte sich das Leben von Ladislaus Zuk erneut und er wurde vor eine neue Aufgabe gestellt, denn Dr. Quatember konnte Ladislaus Zuk davon überzeugen, seine Erlebnisse vor Schülern zu schildern. Im September 1989 fand die erste Exkursion von Schülern am Gelände des ehemaligen KZ Ebensee statt und Zuk erzählte zum ersten Mal vor Menschen von seinem Schicksal. Insgesamt begleitete er über 25.000 Schüler und Interessierte mit Engagement und Überzeugung durch die Gedenkstätte. Bei den Schülern und Lehrkräften war Herr Zuk sehr beliebt und geschätzt. Die Jugendlichen waren von ihm begeistert und hörten seinen Erzählungen mit Interesse und Spannung zu. Das Zeitzeugengespräch mit Ladislaus Zuk war für die Schüler immer eine große Bereicherung und ein wichtiges, prägendes Erlebnis. „Mich hat beeindruckt wie Herr Zuk mit fast 91 Jahren in Form war und wie gut er mit der Vergangenheit umgehen konnte. Ich bewundere seine Kraft, die er gehabt haben muss, um das Ganze zu überleben und dass er heute die Kraft hat, über diese furchtbare Zeit sprechen zu können.“ (Zitat aus dem Exkursionsbericht der 4a HS Hallein-Burgfried, vom 14.4.2010, von Robert 14 Jahre).

Ladislaus Zuk betonte aber auch immer wieder, dass das Erzählen von seinem Schicksal auch ihm persönlich geholfen hat: „Eine riesige Last fiel von mir ab und ich konnte seelisch gesunden.“

2009 schilderte Ladislaus Zuk sein Leben vor der Kamera. Der entstandene Film "Wege nach Ebensee" würdigt seine außergewöhnliche Lebensgeschichte und bedeutete ihm sehr viel. Oft wies er Besucher stolz darauf hin, dass ein Film über ihn und seine Lebensgeschichte existiert.

Ladislaus Zuk stellte sich selbst im hohen Alter immer wieder neuen Herausforderungen, so baute er sich gemeinsam mit seiner zweiten Gattin eine Existenz in Polen auf und lebte deshalb auf zwei Länder verteilt jeweils ein halbes Jahr in Österreich bzw. Polen. 2010 verlegte er seinen Lebensmittelpunkt für immer nach Zawierce/Polen. Sein letzter Besuch in Ebensee fand bei der Befreiungsfeier 2011 statt.

 

 

 

 

 

 

 

Neuerscheinung: Konzentrationslager Ebensee von Florian Freund


 

Der seit Mai 2016 erhältliche Band basiert auf dem 1989 publizierten Buch "Arbeitslager Zement" und dem 2010 erschienenen Werk  "Die Toten von Ebensee".

Florian Freund thematisiert das KZ-System Mauthausen, die Raketenrüstung und das Lagergeschehen in Ebensee sowie die strafrechtliche Verfolgung von Tätern aus dem KZ Ebensee.

 

Florian Freund: Konzentrationslager Ebensee

Verlag: new academic press, ISBN: 978-3-7003-1938-2
Umfang: 144 Seiten, Einband: Paperback

Preis: € 17,90

 

Das Buch ist im Zeitgeschichte Museum und im Buchshop des ZME erhältlich.






Befreiungsfeier 2016


 

Die 71. Internationale Gedenkfeier zur Befreiung des KZ Ebensee fand am Samstag, dem 14. Mai 2016 um 10.30 in der KZ-Gedenkstätte statt.

Prominente Referentin bei der diesjährigen Gedenkfeier war die Schauspielerin Katharina Stemberger, die mit ihrer berührenden und gleichzeitig gesellschaftspolitisch bedeutenden Rede Überlebende und viele Anwesende beeindruckte.

 

 

Reden 2016

 

 

 

 

 

alle Fotos ZME

zur vergrößerten Ansicht anklicken

 

 

 

 


Gedenkprojekt Auschwitz/Österreich. Zeichnungen des KZ-Ebensee Überlebenden Jan Kupiec 1945



Die 1978 eröffnete Österreich-Ausstellung im Staatlichen Museum der Gedenkstätte Auschwitz-Birkenau begrüßte Besuchende mit einer Eingangstafel, auf der "Österreich - Erstes Opfer des Nationalsozialismus" zu lesen war. Lange Zeit war diese Opferthese Teil der österreichischen Identität. Mit dem Wandel des Bewusstseins um die Mitverantwortung Österreichs an den Verbrechen des Nationalsozialismus wurde schließlich eine Neugestaltung gefordert. 2013 wurde die Ausstellung von 1978 im Block 17 der Gedenkstätte geschlossen. Als Resultat europaweiter Wettbewerbe wurden 2014 die Neukonzeption der Ausstellung und 2015 deren Gestaltung beauftragt.

Die Ausstellungsidee "Entfernung. Österreich in Auschwitz" verweist auf die geografische Entfernung zwischen Österreich und Auschwitz, zugleich aber auch auf die physische Entfernung der nach Auschwitz Deportierten, aus Österreich und aus dem Leben. Die Ausstellung setzt diese Entfernungen in den Mittelpunkt und bringt den Anfang der Geschichte in Österreich und deren Ende in Auschwitz den BesucherInnen nahe, "ent-fernt" also gleichsam die beiden historischen Orte. Die in der Darstellung verschränkte Geschichte der österreichischen Opfer und TäterInnen wird zu einer adäquaten Vermittlung der Rolle Österreichs in der Geschichte des Nationalsozialismus beitragen.

(Quelle: www.nationalfonds.org)

 

Als erstes Gedenkprojekt, das den Gedanken der "Entfernung" zwischen den Orten Auschwitz und Österreich aufgriff ist die Edition "Auschwitz / Österreich. Zeichnungen von Jan Kupiec (1945)". Im Zuge der Recherchen für die Neugestaltung der Österreich-Ausstellung fanden die Mitglieder des Teams ein Konvolut von Postkarten, die auf der einen Seite Fotografien österreichischer Sehenswürdigkeiten und auf der anderen Seite vom polnischen Auschwitz-Häftling Jan Kupiec gezeichnete Motive und Szenen aus Auschwitz zeigen. Jan Kupiec kam im Jänner 1945 ins KZ Ebensee, wo er auch befreit wurde. Die Zeichnungen und seine auf  Papierfetzen von Zementsäcken verfassten Erinnerungen an die Lagerzeit entstanden nach der Befreiung in Ebensee, wo er auf Nachricht von seiner Familie wartete.


 

 

Vorderseite Matrei in Osttirol, Rückseite "Rückkehr von der Arbeit"

 

Die Broschüre ist im Buchshop des ZME erhältlich.

 


Ausstellungserweiterung im ZME


 

Die BesucherInnen des Zeitgeschichte Museums erwartet ab Jänner 2016 ein in manchen Ausstellungsbereichen neues Erscheinungsbild.

Die im März 2001 eröffnete Ausstellung hat die unsererseits gesteckten Erwartungen erfüllt. Bis dato haben etwa 90.000 Menschen, mehrheitlich SchülerInnen aus Oberösterreich im Rahmen des Unterrichts, die Ausstellung besucht. Sie wurde mehrfach in Fachpublikationen und Museumsführern herausragend erwähnt, zuletzt in dem Band von Dirk Rupnow/Hedemarie Uhl (Hrsg.) Zeitgeschichte ausstellen in Österreich. Museen - Gedenkstätten - Ausstellungen. Böhlau 2011.

Dauerausstellungen sollten jedoch nach 10-15 Jahren einer Aktualisierung unterzogen werden, um neue wissenschaftliche Erkenntnisse und zusätzliche Sammlungsbestände präsentieren zu können. Erfahrungen haben gezeigt, dass bei BesucherInnen jedes Alters eine große Erwartung besteht, originale Objekte sehen zu können, Originale die benutzt wurden, per se eine Geschichte erzählen können und somit eine "Aura der Authentizität" besitzen.

 

Neue Ausstellungsbereiche:

 

"Arisierung"  ("Schratt Villa" - Löhner; Biographie Wilhelm Haenel, Beauftrater für "Arisierungen")

 

"NS-Volksgemeinschaft" ("Ahnenpaß", Muttertag, "Ehrenkreuz für die deutsche Mutter")

 

"NS-Mangelwirtschaft" (Kleiderkarte, Haushaltsausweis, "Winterhilfswerk", "Kohlenklau"-Brettspiel)

 

Widerstand (neue Bereichstexte und Biographien)

 

KZ Ebensee (Täterbiographien, Artefakte)

 

Primäres Ziel der Ausstellungserweiterung war es, nicht die Fehler zahlreicher historischer Museen zu wiederholen. Alle präsentierten Objekte werden in ihrem historischen Kontext beschrieben und wissenschaftlich kommentiert. Die fragilen Rauminstallationen und Virtrinen wurden von Architekt Bernhard Denkinger entworfen und baulich begleitet.


Alle Fotos:  ZME










LAST_UPDATED2
 

Suche memorial-ebensee.at

Zufallsbild